Ihr Warenkorb
keine Produkte

Omega-3-Fettsäuren

Omega-3-Fettsäuren ebenso wie Omega-6-Fettsäuren sind mehrfach ungesättigte Fettsäuren. Sie sind essentiell, d.h. sie sind lebensnotwendig, müssen mit der Nahrung zugeführt werden und erfüllen eine Vielzahl lebensnotwendiger Funktionen.

Diese Fettsäuren bestehen aus Kohlenstoffketten, die an mehreren Stellen durch Doppelbindungen verbunden sind. Omega bezeichnet das letzte Kohlenstoffatom am Ende der Kette. Zählt man von diesem Ende die Kohlenstoffatome bis zur ersten Position, an der die Kette durch eine Doppelbindung verbunden ist, weiß man, um welche Art Fettsäure es sich handelt. Omega-3-Fettsäuren besitzen ihre erste Doppelbindung also an Position drei, die Omega-6-Fettsäuren an Position sechs. Trotz dieser vermeintlich nur kleinen Abweichung zeichnen sich die Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren durch sehr unterschiedliche Eigenschaften und Wirkungen aus.

Beide Fettsäuren sind für den Menschen äußerst wichtige Nährstoffe. Eine gute Balance der beiden mehrfach ungesättigten Fettsäuren ist Voraussetzung für eine normale Stoffwechselfunktion. Von entscheidender Bedeutung ist daher eine ausgewogene Zufuhr im richtigen Verhältnis. Der Steinzeitmensch verzehrte beide Fettsäuren noch im Verhältnis 1:1. Offizielle Empfehlungen in der  modernen Gesundheitsprophylaxe streben in Mitteleuropa eine Relation von 5:1 an! Tatsächlich hat sich der Quotient in Europa und Nordamerika jedoch auf 15:1 bis sogar 20:1 verschoben! Es ist daher von Vorteil zu wissen, in welchen Lebensmitteln welche Mengen der Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren enthalten sind.

Omega-6-Fettsäuren bilden die wesentliche Speicherform der pflanzlichen Fette, vor allem in Pflanzensamen und entsprechend in Pflanzenölen. Ausschließlich im menschlichen und tierischen Organismus entsteht aus der „Muttersubstanz“ Linolsäure die entzündungsfördernde Arachidonsäure. Sie wird entweder mit Lebensmitteln tierischen Ursprungs wie z.B. Fleisch und Wurst zugeführt bzw. entsteht im menschlichen Körper aus Linolsäure.

Omega-3-Fettsäuren hingegen werden ausschließlich in grünen Blättern, Moosen, Algen und Farnen aus Omega-6-Fettsäuren gebildet. Der Mensch ist dazu nicht in der Lage. Mit der Nahrungskette reichern sie sich in hoher Konzentration in Fischen an. Insbesondere Kaltwasserfische wie Makrele, Hering, Lachs und Forelle enthalten die meisten Omega-3-Fettsäuren. Sie gelten wegen ihrer entzündungshemmenden Wirkung als Gegenspieler der entzündungsfördernden Omega-6-Fettsäuren.

Die wichtigsten, weil wirksamsten Omega-3-Fettsäuren sind Eicosapentaensäure = EPA und Docosahexaensäure = DHA.

Zur Wirkung dieser langkettigen Omega-3-Fettsäuren im Organismus gibt es außerordentlich viele Studien. EPA und DHA sind Bestandteile jeder einzelnen Zelle und bilden die Vorstufen von entzündungshemmenden Botenstoffen. Dadurch haben sie einen positiven Einfluss auf viele Vorgänge im Körper wie z.B. die Funktion des Herzens, des Gehirns und der Augen.
Neueste Forschungsergebnisse* (veröffentlicht in der wissenschaftlichen Zeitschrift JAMA Internal Medicine) belegen sogar, dass ein hoher Verbrauch von Omega-3, langkettigen, mehrfach ungesättigten Fettsäuren mit einem niedrigen Sterberisiko bei älteren Erwachsenen um bis zu 27% in Verbindung gebracht werden kann. Die Untersuchung wurde von Dr. Dariush Mozaffarian der Harvard School of Public Health durchgeführt. Sein Team berichtet, dass ältere Erwachsene, die den höchsten Blutspiegel der Fettsäuren aus Fisch hatten, im Durchschnitt 2,2 Jahre länger lebten als diejenigen mit niedrigem Spiegel. Mit einem validierten Test von Prof. Dr. C. von Schacky (HS-Omega-3 Index®) lässt sich der Omega-3-Status im Blut jetzt zuverlässig feststellen.

* Phospholipid Long-Chain Omega-3 Fatty Acids and Total and Cause-Specific Mortality in Older Adults: the Cardiovascular Health Study (Dariush Mozaffarian et al. 2013)